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Anschrift
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18565
Kloster,
Kirchweg 13
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Öffnungszeiten
März: Di-Sa 11 - 14 Uhr
April: Mo-Sa 11 - 16 Uhr
Mai-Oktober: täglich 10 - 17 Uhr
November: Mo-Sa: 11 - 16 Uhr
Dezember/Januar/Februar nach Voranmeldung
Ostern/Jahreswechsel: täglich 11 - 16 Uhr
Eintritt
Erwachsene: 3 Euro
Schüler/Studenten/Schwerbeschädigte: 2 Euro
Gruppe (ab 15 Personen): 2 Euro pro Person
Gruppenführung (keine Mindestanzahl): 15 Euro
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Seit 1885 gehörten für Gerhart Hauptmann, den großen deutschen Dichter und Nationalpreisträger, Aufenthalte auf der Insel Hiddensee zum Jahresrhythmus. Nachdem er zuerst in verschiedenen Pensionen gewohnt hatte, 1924 gemeinsam mit der Familie Mann im "Haus am Meer" (später Vogelwarte), war er 1926 erstmals Gast im "Haus Seedorn", das er 1930 kaufen konnte und um einen Anbau erweiterte. Bis 1943 verbrachte er hier die Sommermonate, hat an zahlreichen Werken auf der Insel geschrieben. Das Haus hat bis heute seinen originalen Charakter erhalten. Das Andenken Gerhart Hauptmanns wird ebenso gepflegt wie Gegenwartskunst und -literatur vorgestellt werden.
Hausbeschreibung/Baulichkeit
Das Haus ließ der Berliner Glashüttendirektor Modler 1920 für seine Freundin Raeth bauen. Das Grundstück stammte von der Familie Kruse, den Besitzern der Lietzenburg (Oskar Kruse, der Bildhauer Max Kruse und seine Frau, die berühmte Puppenfabrikantin Käthe Kruse). Vom Haus bot sich zu dieser Zeit ein freier Blick auf Bodden und See. 1926 mietete Gerhart Hauptmann das Haus erstmals, 1930 kaufte er es dann von der Gemeinde und ließ den Anbau errichten.
Sonderausstellungen
Parkvitrinen zur Biografie, zur Wirkungsgeschichte und zu aktuellen Inszenierungen der Dramen Gerhart Hauptmanns (jährlich neu) sind im Garten des Grundstücks zu sehen. Im Haus finden regelmäßig wechselnde Ausstellungen zur Kunst im Umfeld Gerhart Hauptmanns und im Sommer verschiedene Veranstaltungen statt.
Dauerausstellungen
Das Haus wurde so erhalten bzw. sorgsam saniert (1975/76; 1980/81; 1987, 1992, 1997), wie es während der Aufenthalte Gerhart Hauptmanns ausgesehen hat. Das ursprüngliche Lebens- und Arbeitsmilieu Gerhart Hauptmanns ist noch immer nachzuempfinden. Ein Teil seiner Bibliothek (ca. 1000 Bücher) steht im Arbeitszimmer. Kunstgegenstände aus Hauptmanns Besitz, Ehrenpreise und die Nobelpreismedaille gehören zu den Ausstellungsgegenständen. Eine Dokumentation im Eingangsbereich stellt besonders die Beziehungen Hauptmanns zu Hiddensee vor.
Besonderheiten im Museum
Das Haus ist ein Wallfahrtsort für Freunde Gerhart Hauptmanns und seines Werkes; es stellt für Literaturinteressierte, Kunstfreunde und Theaterliebhaber eine Rarität dar, da Dichterhäuser meist nicht mehr im Original erhalten sind. Auch Interessen für Wohnverhältnisse um 1930 (Bauhaus-Stil) werden befriedigt. Geeignet ist das Haus für Schüler- und Studentengruppen, die Unterrichts- und Seminarthemen durch persönliche Eindrücke untermauern können. Für Tagesbesucher der Insel stellt es einen Höhepunkt der Begegnung mit Hiddensee dar.
Nachbarn
Auf dem Insel-Friedhof befinden sich das Grab Gerhart Hauptmanns und die Gräber der Familie Kruse, Gret Paluccas und Walter Felsensteins. Die Insel ist zum größten Teil Nationalpark. Sie hat zahlreiche Naturdenkmale, Schutzgebiete u. a.. Besonders sehenswert sind die Inselkirche und das Heimatmuseum in Kloster und das Nationalparkhaus. Auch die meisten Gebäude, in denen Hauptmann von 1885 bis 1925 wohnte, stehen noch und können von außen besichtigt werden. An einigen befinden sich Gedenktafeln.
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Haus "Seedorn" 1926, Foto: Archiv Hauptmann-Haus
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Die Wohndiele, Foto: Koch
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Gerhardt-Hauptmann-Haus, Foto: Suckow. Das Museum wurde zum 10. Todestag Gerhardt Hauptmanns 1956 eröffnet und 1994 in eine Stiftung (Vorsitzender: Prof. Dr. Rüdiger Bernhardt) überführt.
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