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Museum Atelierhaus Rösler-Kröhnke

Anschrift 18225 Ostseebad Kühlungsborn, Schlossstraße 4
Telefon   038293-15339
Fax   038293-15339
E-Mail   info@anka-kroehnke.de
Internet   http://www.museum-atelierhaus-roesler-kroehnke.de

Öffnungszeiten
Freitag, Samstag, Sonntag: 11 - 18 Uhr
und nach telefonischer Vereinbarung

Eintritt
3,00 Euro

atelierhaus_roesler_kroehnke.jpg


Das “Atelierhaus Rösler-Kröhnke“ verdankt seine Existenz einer beispielhaften privaten Initiative. Als Anka Kröhnke im Mai 2004 ihre erste Ausstellung eröffnen konnte, hatte sie nach mühevoller Sanierung aus einem verfallenen ehemaligen Ausflugslokal ein Kunstmuseum geschaffen, das schon bald zu einem Schwergewicht im kulturellen Angebot der Ostseeregion wurde.

Mit mindestens zweimal jährlich wechselnden Ausstellungen bietet es einen faszinierenden Einblick in den vielfältigen Nachlass dreier Generationen der Künstlerfamilie Rösler/Kröhnke. Viele ihrer Bilder befinden sich zwar im Besitz bedeutender Museen im In- und Ausland. Aber mit der Gründung ihres "Familienmuseums" hat Anka Kröhnke sich die Möglichkeit geschaffen, die auch bei ihr versammelten Werke aus dem künstlerischen Schaffen ihrer Familie immer wieder sichtbar machen zu können.

So kann man sie heute hier in Kühlungsborn bewundern: die Bilder von Waldemar Rösler (1882-1916), einem Freund von Max Liebermann und führenden Mitglied der Berliner Sezession, dessen Bilder in Nazi-Deutschland als "entartet“ mit Ausstellungsverbot belegt waren, Oda Hardt-Rösler (1880-1965), der hochbegabten Frau Waldemar Rösler, die als eine seinerzeit ganz wenigen Frauen an der Königsberger Kunstakademie angenommen worden war, Louise Rösler (1907-1993), die wie ihr Mann Walter Kröhnke (1903-1944), nach gemeinsamer Studienzeit bei Karl Hofer, 1933 noch ganz am Anfang ihrer künstlerischen Entwicklung stand und, wie er, erleben musste, dass beide mit ihrer Auffassung von Malerei keine Chance hatten, an die Öffentlichkeit zu treten. Louise Rösler wurde aus der sog. Reichskulturkammer ausgeschlossen, bekam Ausstellungsverbot und später sogar Farbenverbot. Walter Kröhnke konnte noch einmal ausstellen, 1936, als sich das NS-Regime für die Zeit der Olympiade als "weltoffen" zeigen wollte, danach nicht wieder. Er hat den Zweiten Weltkrieg nicht überlebt.

Anka Kröhnke (geb. 1940), Tochter von Louise Rösler und Walter Kröhnke, selbst weitgeschätzte Textil- und Objektkünstlerin, die hier, am Rande des Wäldchens Kühlung und mit weitem Blick über die Ostsee, ihr eigenes Atelier hat.

Bilder aus der Kunstsammlung:

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Walter Kröhnke Gewitterlandschaft, Wustrow 1934 Öl auf Leinwand 38 x 46cm;
Foto: Hanno Jochimsen

kuestemitboot_waldemarroesler_400.jpg

Waldemar Rösler Küste mit Boot um 1912 Öl auf Sackleinen 75,5 x 97cm;
Foto: Konstantin Gremliza

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Anka Kröhnke Rotes Relief 2010 Stapelholz und CDs 110cm2;
Foto: Berthold Brinkmann

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